HEUTE NOCH EIN FAMILIENBETRIEB

Mit einer Ohrfeige fing alles an

 

Mit einer Ohrfeige fing alles an. Georg Fleischmann, der Urgroßvater des jetzigen Inhabers Dieter Fleischmann, seines Zeichens Revierförster bei Fürst Leopold von Sigmaringen musste in dieser Funktion Treibjagden für den Adel organisieren. Doch während der Fürst und der anwesende Kaiser zielsicher die extra aufgezogenen Füchse traf, schoss ein junger belgischer Erbprinz voll daneben. Aus lauter Wut erschoss er deshalb den Hund des Revierförsters. Georg Fleischmann revanchierte sich mit einer saftigen Ohrfeige, und musste darauf hin den Dienst quittieren, damit

zumindest der Fürst sein Gesicht wahren konnte. Späteres Drängen des Fürsten, wieder für ihn zu arbeiten, half nichts. Georg Fleischmann hatte sich inzwischen, gemeinsam mit seiner Ehefrau und deren Mitgift, für 14.000 Mark das stark heruntergewirtschaftete Bad-Hotel Randegg angelacht. Das war 1892.

schöner Familienbetrieb

 

Das Personal im Flaschenkeller ist bestens ausgebildet. Christoph Fleischmann ist Getränkebetriebsmeister, der Betriebsleiter Christian Schopper gelernter Braumeister, dritte Kraft in der Abfüllung ist der Elektronikmeister Ralf Hauser. Sie werden durch drei Arbeiter unterstützt. „Und ich bin auch noch da, seit 50 Jahren in dem Metier“, ergänzt Dieter Fleischmann, „auch wenn ich schon in Rente bin.“ Ein schöner Familienbetrieb. Mit dieser neuen Anlage hat sich die Randegger Ottilien-Quelle das Ziel gesetzt, die vorhandene Mehrkapazität innerhalb der nächsten fünf Jahre mit Leben zu erfüllen. „Wir sind ein regionaler Brunnen mit einem Distributionsradius von etwa 60 km, mit ganz wenigen Ausnahmen“, erläutert Clemens Fleischmann. „Das wollen wir auch bleiben. Aber innerhalb unseres Kernabsatzgebietes sehen wir noch gute Zukunftschancen.

Grün ist die Farbe des Hauses – und des Wassers

 

Unsere Hausfarbe ist grün und für mich ist Wasser auch grün, sagt Clemens Fleischmann selbstbewusst. Meerwasser ist blau aber am Ort der Quelle, da wächst ja meist Gras oder Büsche. Sein Vater ergänzt: Alle haben blau, ich kann das nicht mehr sehen. Die blaue Welle läuft sich zu Tode. Die leicht zart-grüne Flaschenfarbe kommt sehr gut an, weil sie sich vom Einerlei differenziert. Ja, so gesehen ist das wahr, Wasser ist grün.